„Sich gegenseitig helfen – ganz selbstverständlich!“

Dez 2, 2019 | Familienleben, Team, Unsere App

Als Anna-Lena, Ulrike und Henrike Gerber ein Netzwerk gründeten, um gegenseitige Kinderbetreuung zu ermöglichen, war noch nicht abzusehen, wie schnell ihre Idee bekannt werden würde. Über 5000 Familien deutschlandweit nutzten die erste Testversion der App von SitEinander. Seit Herbst 2019 kann die neue App endlich von allen Familien genutzt werden.

SitEinander auf den Punkt gebracht

Gegenseitiges Babysitten, organisiert über eine eigens geschaffene App: Das ist die Idee von SitEinander, einem Berliner StartUp. Mithilfe eines einfachen Punktesystems helfen sich Eltern und Familien untereinander. Fair, auf Augenhöhe, ohne schlechtes Gewissen. Sie überbrücken so Betreuungsengpässe, Wartezeiten auf Kitaplätze, Überstunden, neue berufliche Chancen oder schaffen sich einfach mal Freiraum für einen Kinobesuch. 2018 veröffentlichte das Team die erste Testversion der SitEinander-App, die von mehreren Tausend Familien genutzt wurde. Seit Herbst 2019 gibt es die richtige App, die nun für alle Familien zugänglich ist.

Die SitEinander-App verbindet Familien und schafft Freiräume für Eltern

„Uns war immer klar, dass ein Interesse an einfacher, kostengünstiger Kinderbetreuung besteht“, sagt Ulrike Gerber, selbst Mutter von zwei Kindern. „Wie groß das Bedürfnis wirklich ist, haben wir aber erst während der Arbeit an unserer Idee festgestellt“. 2017 beschlossen die Schwestern, eine App ins Leben zu rufen, die das gegenseitige Betreuen von Kindern und den Aufbau eines Netzwerks für Eltern einfacher macht. Sie erprobten ihr Konzept, damals noch offline, mit Pilotgruppen in Berlin. „Die Rückmeldungen aus diesen Gruppen bestätigten uns darin, das Vorhaben in die Tat umzusetzen“, so Anna-Lena.

Leg jetzt los: Gegenseitiges Babysitting mit SitEinander 

Schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt erkannten Generation D und der Startup Incubator Berlin das Potenzial von SitEinander und unterstützten finanziell. Anfang 2018 konnten sie bereits die erste Testversion ihrer App launchen. Nach Veränderungen im Team und einigen Herausforderungen während der Weiterentwicklung der App bewarben die Gründerinnen sich erfolgreich für das begehrte Exist-Stipendium. Nun liegen über ein Jahr permanentes Testen und kontinuierliche Verbesserung hinter SitEinander und den Familien, die das Team begleiten. „Es ist fantastisch, was für ein Netzwerk sich über SitEinander zusammenfindet. Wir haben mittlerweile Elterngruppen in allen deutschen Städten“, erzählt Henrike.

Die SitAnfrage geht an alle ausgewählten Freunde gleichzeitig. Wer Zeit und Lust hat, bietet an die Betreuung zu übernehmen. 

Der Bedarf ist riesig, aber auch sehr unterschiedlich

Ein besonderes Interesse an der gegenseitigen Kinderbetreuung haben Alleinerziehende, denn sie tragen die Hauptlast und sind finanziell oft nicht in der Lage, einen teuren Babysitter zu bezahlen. „Ich hatte das vermutet“, sagt Ulrike Gerber. „Wir haben aber auch ganz neues über die Bedürfnislage unserer Eltern erfahren.“ So benutzen viele Eltern die App, weil sie sich Anschluss wünschen. „Mein Kleiner findet Spielkameraden, ich neue Gesprächspartner“, erklärt eine begeisterte Mutter auf der SitEinander-Website. In einer Gruppenbeschreibung bei SitEinander findet sich der Satz: ‚Vater sucht Familien, damit der Sohn mal von der Konsole weg kommt‘. „Unsere Nutzerinnen und Nutzer erstellen sehr ehrliche und offene Gruppenbeschreibungen“, erläutert Henrike. „Das schafft von vorneherein eine Verbindung und Vertrauen.“

Es gibt keine schönere Art Freunde zu finden

Die Selbstverständlichkeit der gegenseitigen Hilfe nimmt vom ersten Kontakt an jegliche Hürden. Das bestätigte auch ein Jurymitglied eines Accelerator-Wettbewerbs, selbst Vater: „Wir trauen uns einfach nicht, unsere Freunde um Hilfe zu bitten. SitEinander kann dieses Problem lösen.“ Und Ulrike bringt die Motivation des Teams noch einmal auf den Punkt: „Es gibt keine schönere Art, Freunde zu finden, als sich gegenseitig unter die Arme zu greifen. Uns alle verbindet der Wunsch, um Hilfe zu bitten, ohne dass es seltsam ist.  Und dabei Beziehungen aufzubauen, die über eine gemeinsame Tasse Kaffee hinausgehen.“

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SitEinander verbindet Eltern, damit kostenloses Babysitting unter befreundeten Familien Realität werden kann. Über 5000 Familien nutzen die SitEinander-App bereits. 

Wir sammeln eure Erfahrungen und Wünsche und durchleben aufregende Zeiten als Team mit unterschiedlichsten Projekten rund um die gegenseitige Kinderbetreuung. Lest hier: